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Zwei Frauen beim Arbeiten im Permakultur-Garten und Gießkanne
BEITRAGSAUTORIN: Carmen | KATEGORIE: Natürlich & nachhaltig leben | 11.01.2022

Was ist Permakultur? Unser Weg in die Zukunft!

Mit Permakultur die Welt verändern? Yes, Baby! Aber von vorne: Was ist Permakultur überhaupt? Dieser Frage gehen wir hier auf den Grund. Du bekommst zuerst einen Überblick über die Prinzipien, die Geschichte und die ethischen Grundsätze der Permakultur. Dann gibt’s Tipps, wie du verschiedene Landschaftsformen gestalten kannst. Bist du bereit? Lerne die spannende Welt der Permakultur kennen – und lass Permakultur in dein Leben einziehen!

Inhalt
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Kurz und knackig: Was ist Permakultur?
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Wie hat alles begonnen? Geschichte der Permakultur
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Fair Play: Die Permakultur-Ethik
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Alles hängt zusammen: Die Permakultur-Grundlagen und -Prinzipien
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Alles der Reihe nach: Flächen mit Permakultur gestalten
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Kräuterspirale & Co.: Beliebte Permakultur-Methoden
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Permakultur in verschiedenen Landschaftsformen
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Was ist Permakultur? Ein Gamechanger!
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FAQs zur Permakultur

Kurz und knackig: Was ist Permakultur?

Permakultur-Garten
Bei der Permakultur darf die Natur mitreden! Foto: © Sigrid Drage

Permakultur bedeutet, sich natürliche Kreisläufe und Ökosysteme zum Vorbild zu nehmen. Dieses Prinzip kann zum Beispiel in der Landwirtschaft oder Gartengestaltung angewendet werden – dabei wird versucht, diese als vielfältiges, naturnahes, resilientes und möglichst selbstregulierendes Ökosystem anzulegen. Alle Elemente und Lebewesen sollen in möglichst vielen nützlichen Beziehungen zueinander stehen und sich dadurch gegenseitig unterstützen.

Dich interessiert vor allem die Praxis? Dann schau doch mal ans Ende des Artikels. Dort erklären wir, wie du Flächen mit Permakultur gestalten kannst und welche beliebten Permakultur-Methoden es gibt.

Wie hat alles begonnen? Geschichte der Permakultur

Der Begriff „Permakultur“ wurde in den 1970er-Jahren vom Australier Bill Mollison und David Holmgren geprägt. Die ökologische Herangehensweise, die hinter der Permakultur steckt, gibt es im Grunde aber schon seit Urzeiten.

Die Leistung von Mollison und Holmgren besteht nicht zuletzt darin, dass sie diese Ansätze in ein gesamtheitliches Konzept gebracht und sie weltweit bekannt gemacht haben.

Ihre Vision: Die Veränderung der Grundstruktur der Landnutzung hin zu einem vielseiteigen Ökosystem mit mehrjährigen essbaren Pflanzen als Basis.

Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass indigene Völker weltweit schon seit Jahrhunderten nach den – wie wir es heute nennen – Prinzipien der Permakultur leben und wir uns dieses Wissen nur angeeignet haben.

Fair Play: Die Permakultur-Ethik

Was Permakultur ist, zeigt sich auch in ihren Idealen. Der Grundsatz für die Permakultur-Ethik besteht darin, dass jedes Projekt ökologisch, sozial und fair ist:

  • Der achtsame Umgang mit der Erde: den Artenreichtum an Pflanzen, Tieren, Mikroorganismen und ihre Lebensräume erhalten sowie Ressourcen wie Wasser, Boden und Energie achtsam nutzen.
  • Der achtsame Umgang mit allen Menschen: gerecht und bewusst miteinander und mit unseren (Grund)-Bedürfnissen umgehen. Das beginnt in der eigenen Familie und reicht durch unsere Konsum- und Gestaltungsentscheidungen bis ans andere Ende der Welt.
  • Faires Wirtschaften und Selbstbegrenzung: Überschüsse an Zeit, Geld, Energie und anderen Ressourcen gerecht teilen.
Frau mit Kindern bei Beet
Auf Erde und Menschen rücksichtnehmen, ist wichtig in der Permakultur – eine genaue Permakultur-Ethik legt fest, wie das gelingt. Foto: © Nadja Hudovernik

Alles hängt zusammen: Die Permakultur-Grundlagen und -Prinzipien

Bei der Permakultur stehen also die Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und den Umweltfaktoren, die sie prägen, im Vordergrund. Die Permakultur-Grundlagen bieten Handlungsanleitungen dafür, wie du möglichst langlebige und nachhaltige (Öko-)Systeme schaffen kannst. Denn das ist die Essenz davon, was Permakultur ist. Hier stellen wir dir diese Permakultur-Grundlagen genauer vor:

Ein Auge drauf haben: beobachten und interagieren

Ein wichtiger Grundsatz: Beobachte aufmerksam! Jede Änderung, die du in einem System bewirkst, hat auch immer unerwartete Einflüsse auf Elemente und Vorgänge. Sie zu bemerken und darauf zu reagieren, ist der Schlüssel zum Verstehen.

Merke dir: Interaktion kann aber auch bedeuten: Bereiche ganz unberührt zu lassen! Vor allem dann, wenn die Beobachtung ergeben hat, dass Eingriffe in das System zerstörerisch wären.

Mann mit Kind am Arm im Feld
Was bei der Permakultur gefragt ist? Weitsicht! Foto: © Fabian Weiss

Nie stehen bleiben: auf Feedback achten

Feedback kann im Garten als Reaktion der kultivierten Natur verstanden werden, die sich von menschlichen Aktionen und anderen Einflüssen befreien will. Erst das macht unsere Planung lebendig und tragfähig.

Feedbacks zeigen die Grenzen des Wachstums auf und können gleichzeitig Material- und Energieflüsse in Gang setzen, ohne dass wir etwas dafür tun.

Vorausgedacht: auf lange Sicht handeln

Bei der Permakultur geht es darum, möglichst langfristig, nachhaltig und zukunftsfähig zu denken und zu handeln – denn Ziel ist ein langjähriges Ökosystem. Passend dazu auch der permakulturelle Leitsatz: Bevorzuge kleine und langsame Lösungen.

Wichtig: Je größer ein Aufwand ist, desto langfristiger sollte der Mehrwert, der daraus entsteht, erhalten bleiben.

Lieber knallbunt statt grau in grau: Vielfalt fördern

Die Permakultur liebt Biodiversität. Am besten wimmelt es im Garten also nur so vor unterschiedlichsten Pflanzenarten in nützlichen Mischkulturen, gepaart mit einer vielfältigen Tierwelt. Nützlinge, kommt hereingeflogen!

Eines der Permakultur-Prinzipien lautet also: Ein Ökosystem ist dann am stabilsten, wenn es aus möglichst vielfältigen Lebensformen besteht.

Neben der verbesserten Artenvielfalt und Selbstregulierung des Ökosystems hat das auch für die Gärtner*innen und Landwirt*innen einen supernützlichen Effekt: Es spart Pflege, Arbeit und Kosten.

Immer besser: Flächen optimieren statt maximieren

Ein bestehendes landwirtschaftliches System zu optimieren, ist meist effizienter als die Fläche einfach zu erweitern. Das ist einerseits vorteilhaft für die Natur, weil wir dadurch weniger Fläche beanspruchen.

Andrerseits haben auch wir Gärtner*innen weniger Arbeit damit und können uns trotzdem über eine riesengroße Gartenausbeute freuen.

Gemeinsam unschlagbar: Kooperation statt Konkurrenz

Um zu verstehen, was Permakultur ist, darf auch dieses wichtige Prinzip nicht vergessen werden: Hand in Hand statt „jede*r gegen jede*n“. Hier geht’s darum, dass alle Gestaltungselemente so angeordnet sind, dass sie sich gegenseitig unterstützen – anstatt sich gegenseitig den Platz streitig zu machen.

Dieses Prinzip kannst du super in deinen Alltag übernehmen: Überlege einfach, mit welchen Bereichen und Personen sinnhafte Kooperationen denkbar wären, die für alle förderlich sind.

Und jetzt stell dir mal vor: Wir hätten ein Wirtschaftssystem, dass auf Kooperation statt Konkurrenz beruht: Wissen wird geteilt, Kompetenzen werden ausgetauscht und Ressourcen werden vernetzt – das wäre ein echter Gamechanger!

Vom Großen ins Kleine oder: vom Muster zum Detail

Eine der wichtigsten Permakultur-Grundlagen: Das große Ganze im Kopf haben und sich dann zum einzelnen Baustein vorarbeiten. Permakultur-Konzepte können schnell recht kompliziert werden. Deshalb ist es wichtig, ein gut durchdachtes Muster als Grundlage und Anhaltspunkt zu haben, wenn es dann an die Details geht.

Alles dreht sich im Kreis: Energiekreisläufe schaffen

Energie ist überall: Ob als Brennwert der Lebensmittel, die in unserem Garten wachsen und die wir essen, für unsere Körper, in Form von gespeichertem Wasser oder einfach als Biomasse.

Menschen bei einer Samen- und Pflanzentauschbörse
Es gibt viele Möglichkeiten, um sich gegenseitig zu helfen und die Veränderung gemeinsam anzupacken. Foto: © Fabian Weiss

Ein weiteres Permakultur-Prinzip: nichts zu verschwenden, Ressourcen mehrfach zu nutzen und so nachhaltige Kreisläufe zu schaffen.

Zum Beispiel: Du kannst Pflanzenteile deiner selbstangebauten Gemüse, die du nicht verwendest, kompostieren – damit sie irgendwann als Humus wieder zur Grundlage von neuem Pflanzenleben werden können. (Für nähere Infos hüpf gleich rüber zum Punkt „Kompostierung“)

Auf große und kleine Fragen: die Lösung vor Augen haben

Eine weitere Antwort auf die Frage „Permakultur, was ist das?“ ist in jedem Fall der Versuch, zukunftsfähige Lösungen für die großen Probleme der Menschheit zu finden. Was da gefragt ist? Na klar: lösungsorientiert sein!

Hier können wir auch andere Permakultur-Prinzipien heranziehen und zusammendenken: sich nicht in Kleinigkeiten verlieren, auf das große Ganze, das Ziel hinarbeiten und dabei immer möglichst dauerhafte Lösungen für alle anstreben – darin zeigt sich, was Permakultur ist.

Merke: Dabei gibt es nicht „die“ Lösung – deine Herangehensweise ist individuell, genauso wie dein Garten oder du selbst.

Du siehst: Das Konzept von Permakultur ist ein umfassender Werkzeugkasten, mit dem auch andere Projekte in Angriff genommen werden können. So lassen sich diese Prinzipien beispielsweise auch wunderbar auf andere Bereiche übertragen und können so etwa dabei helfen, das Bildungssystem oder das soziale Zusammenleben zu gestalten.

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Alles der Reihe nach: Flächen mit Permakultur gestalten

In der Permakultur gibt es viele verschiedene Methoden und Techniken, mit denen man auch in komplexen Projekten sicher den Überblick behält. Schau mal, wir haben hier 5 praktische Herangehensweisen für dich zusammengefasst:

1. Die Bestandsaufnahme – auf welchem Boden stehe ich?

Mach als erstes eine Standortanalyse. Nur wenn du genügend Infos über Bestand, Klima und Boden hast, kannst du eine passende Planung erstellen und geeignete Pflanzen auswählen.

Der Vorteil dabei: Es kommt gar nicht erst so weit, dass du dich aufwendig und intensiv um Pflanzen kümmern musst, die nicht zum Standort passen.

drei Männer beim Beratschlagen auf landwirtschaftlicher Fläche
Zum Checken der Ausgangslage geht’s raus in die Natur. Foto: © Fabian Weiss

2. Bedürfnisse, Ressourcen, Begrenzungen – was brauche ich?

Da es in der Permakultur unzählige Gestaltungsmöglichkeiten gibt, ist es wichtig, dass du dir über die Bedürfnisse aller Beteiligten und die vorhandenen Ressourcen im Klaren bist. Das Wichtigste dabei aber: Was sind deine eigenen Wünsche und Anliegen an das Projekt? Achte darauf, dass von Anfang an viel Klarheit herrscht, damit du das Projekt bestmöglich umsetzen kannst.

3. Zonierung – wie teile ich meine Fläche auf?

Die Zonierung ist ein enorm wichtiger Punkt, um die Fläche effizient bewirtschaften zu können. Eine durchdachte Aufteilung deiner Fläche kann dir viele leere Wege ersparen.

Der Grundsatz ist: Je pflegeleichter eine Fläche ist, desto weiter abseits kann sie liegen. Flächen hingegen, die viel Aufmerksamkeit benötigen, werden nahe an die täglichen Aufenthaltsplätze gelegt.

4. Eine Input-Output-Analyse – was genau hab ich davon?

Eine Input-Output-Analyse kannst du super dafür einsetzen, um die Wirtschaftlichkeit eines bestimmten Gestaltungselements zu überprüfen: Wie viel Aufwand, Ressourcen, Geld usw. muss ich hineinstecken und was kommt am Ende dabei raus? Diese Technik kannst du schon bei deiner Planung benutzen. So geht’s:

  • Liste alle benötigten Dinge auf, die du für ein bestimmtes Gestaltungselement brauchst.
  • Frage dich: Welchen Mehrwert bringt mir das Gestaltungselement?

Wichtig dabei: Ehrlich sein!

Keine Sorge, du musst die Aufstellung nicht besonders genau machen, meist ist bereits nach wenigen Punkten klar, ob es sich um ein sinnvolles Element handelt oder nicht.

5. Alles eine Frage des Prozessmodells – wie gehe ich an die Sache ran?

Wenn dir feste Strukturen helfen, den Überblick über Planung und Umsetzung zu bewahren, kann dir ein Prozessmodell helfen. Du kannst zum Beispiel so vorgehen:

  1. Bestand aufnehmen
  2. Gegebenheiten analysieren
  3. ein passendes Konzept entwickeln
  4. das Konzept überprüfen und Details ausarbeiten
  5. das Konzept umsetzen
  6. das Konzept anpassen und verfeinern
eine Gruppe Menschen beim Planen über Tisch
Sehr wichtig für die Planung: Einen guten Überblick über Ressourcen und Bedürfnisse zu haben. Foto: © Fabian Weiss

Kräuterspirale & Co.: Beliebte Permakultur-Methoden

To be honest: Das war wirklich haufenweise Theorie! Jetzt hauen wir aber ein paar ganz konkrete Permakultur-Methoden raus, mit denen du gleich loslegen kannst:

Fein zugedeckt: Mulchen

Um deinen Boden mit Bodenlebewesen zu versorgen, kannst du ihn mulchen. Mulchmaterial ahmt die natürlichen Vorgänge im Wald nach und sorgt für die Aufrechterhaltung des Nährstoffkreislaufes.

zwei Hände mit Kompost
Dank Kompost gelangen Nährstoffe wieder in den Boden zurück. Foto: © Nadja Hudovernik

Das kannst du verwenden:

  • Wiesen- bzw. Rasenschnitt
  • Heu
  • Laub
  • Stroh
  • feines Häckselmaterial aus Holz, Rinde und Pflanzenstängeln

Resteverwertung deluxe: Kompostierung

Auch hier zeigt sich, was Permakultur ist. Denn: Bei der Kompostierung werden alle in Haus und Garten anfallenden organischen Materialien als Ressourcen verwertet, um Nährstoffe und Bodenlebensraum für Pflanzen und anderen Gartenbewohner zu erzeugen. Kompostierung ist also der Schlüsselprozess des Nährstoffkreislaufes.

Kleiner Samen ganz groß: Saatgutvermehrung

Ohne Samengärtnerei würde in der Permakultur nichts laufen. Hast du nach der Samenernte zu viele Sämchen übrig, tausche sie doch mit deinen Nachbar*innen oder verschenk sie an deine Freund*innen – so kannst du dazu beitragen, samenechtes Saatgut und haufenweise Wissen unter die Leute zu bringen.

Du möchtest genauer wissen, wie du dein Gemüse mit Samen oder Stecklingen vermehren kannst? Das erfährst zu in unserem Beitrag zur Pflanzenvermehrung.

Beet-Partner in Crime: Mischkulturen

Ob Ackerfläche, Wiese oder Kleingarten, Mischkulturen haben viele Vorteile. Sie nutzen Ressourcen wie Wasser, Licht und Nährstoffe effizienter, unterstützen die Widerstandskraft der einzelnen Pflanzen gegenüber Trockenheit, Krankheiten und Mitessern und bieten vielfältige, geschmacksintensive Ernten. Mix it, baby!

So richtig dufte: Kräuterspirale

Die Kräuterspirale ist ein Kräuterbeet in Form einer Spirale. Meist besteht sie aus einer Natursteinmauer, die sich etwas in die Höhe windet und in Form eines Mini-Teiches auch in die Tiefe geht. So entstehen auf kleinem Raum verschiedenste Klimabereiche, wodurch alle gängigen Kräuter auf einem Element wachsen können.

Schau mal, hier zeigen wir dir, wie du einen Kräutergarten anlegen kannst.

Obst in Hülle und Fülle: Streuobstwiese

Zugegeben, Streuobstwiesen sind mittlerweile selten gewordene Landschaftselemente und besonders wertvolle Lebensräume. Ihnen wieder mehr Raum zu geben und gleichzeitig alte geschmacksintensive und gesunde Obstsorten zu ernten, ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt.

verschiedene Tomaten-, Paprika- und Chilisorten mit Samen am Tisch
Nicht wegzudenken aus der Permakultur: Saatgutvermehrung! Foto: © Nadja Hudovernik

Abgetaucht: Kleine Wasseroasen

Verantwortungsvoll mit der Ressource Wasser umzugehen und sie zu schonen, heißt nicht, sie aus dem Garten zu verbannen. Im Gegenteil:

Frau mit Kindern an Teich
Das kühle Nass ist nicht nur gut fürs Ökosystem, sondern auch bei großen und kleinen Gartennutzer*innen beliebt! Foto: © Nadja Hudovernik

Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt – vielleicht magst du…

  • Wasser in Regentonnen sammeln
  • kleine Oasen für Gartenbewohner bauen
  • oder vielleicht sogar einen Regenwasser-Speicherteich anlegen?

Prächtige Aussichten: Blumenwiese

Wie schön ist diese Farbenvielfalt – aber hast du gewusst, wie ultranützlich eine Blumenwiese ist?

  • Blühende Wiesen bieten ein reichhaltiges Blütenangebot für Bienen, Schmetterlinge und Co.
  • Verblühte Wiesen liefern mit dem gemähten Grünzeug strukturreiches Mulchmaterial – und tragen so zum Nährstoffkreislauf bei.
  • Futter für alle: Wiesenkräuter kannst du für Hausmittel, Tees und Gewürze verwenden und wenn du Nutztiere hast, freuen die sich über das frische Heu.
  • Nicht zu vergessen: Eine Blumenwiese ist pflegeleicht und sie bietet dir immer etwas zu beobachten und zu entdecken.

Unbändig: Wildniszonen

Die Wildniszone ist fixer Bestandteil jedes Permakulturgartens und Balkons; Sie ist der Raum, der der Natur allein gehört. Anfangs sind vielleicht noch Menschen in die Gestaltung involviert, aber danach wird dieser Platz ganz der Natur überlassen – damit sie sich so richtig und ohne Einschränkung entfalten und entwickeln kann.

Was ist das für ein Gegacker? Laufenten- und Hühnergarten

Hühner und Laufenten können gut in Gruppen in den Permakulturgarten integriert werden. Beides sind Nutztiere, die sich in strukturreichen Gärten wohlfühlen und durch ihre Ernährung und Lebensweise sehr nützliche Mitbewohnerinnen sind.

Schon gewusst? Hühner im Garten zu halten, ist der ideale Einstieg in die Selbstversorgung!

More than honey: Bienen

Ihr Aufgabengebiet ist enorm: Indem sie unsere Wild- und Nutzpflanzen bestäuben, sichern Bienen die Artenvielfalt. Und: Nutzpflanzen, die von Bienen bestäubt sind, schmecken um einiges geschmacksintensiver, mmmh! Bienen retten und sie in unsere Gärten holen, sollte also eines unserer wichtigsten Ziele sein!

schlafende Frau in der Wiese
Wo lässt es sich besser entspannen als in der selbstgeschaffenen Wohlfühloase? Foto: © Nadja Hudovernik

Permakultur in verschiedenen Landschaftsformen

Eins ist klar: Die große Stärke der Permakultur sind ihre Vielseitigkeit und die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, wie sie umgesetzt und wo sie eingesetzt werden kann. Genau deswegen sieht Permakultur je nach Landschaftsform und Bedingungen ein bisschen anders aus:

Was ist Permakultur – im Garten?

Bei der Permagarten-Kultur steht unter anderem folgendes im Vordergrund:

  • sich selbst (zumindest teilweise) selbstversorgen zu können,
  • den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren,
  • einen Lebensraum für Wildtiere zu schaffen,
  • Wild- und Heilpflanzen zu nutzen und
  • einen Raum für Beschäftigung und Erholung im Freien zu gestalten.

Tipp: Willst du noch mehr zum Thema wissen? Dann check mal unseren Magazinbeitrag zum Permakultur-Garten aus!

Was ist Permakultur – in der Landwirtschaft?

Bei der Permakultur in der Landwirtschaft geht es vor allem darum, die bisherigen landwirtschaftlichen Strukturen umzugestalten und zukunftsfähig auszurichten. Denn: Die Landwirtschaft hat einen immensen Einfluss auf das Klima, Hungersnöte, die Trinkwasserversorgung und das Artensterben. Die gute Nachricht: Das Potenzial für eine positive Veränderung ist riesig – dank Permakultur.

Tipp: Permakultur, was ist das? Diese Frage wirst du deinen Freund*innen in Zukunft easy erklären können. Noch mehr Input findest du in unserem Beitrag zur Permakultur-Landwirtschaft.

Baum mitten im Feld
So sehen Felder in Zukunft aus: Vielfalt statt Monokultur! Foto: © Fabian Weiss

Was ist Permakultur? Ein Gamechanger!

Du siehst: Veränderung ist möglich. Und das im Kleinen wie im Großen – du lässt deinen Garten drauflossprießen oder du krempelst die Landwirtschaft um. So oder so: Bei der Permakultur soll alles in einer nützlichen Beziehung zueinander stehen. Und: Ökologisch, sozial und ökonomisch fair zu wirtschaften, ist kein Widerspruch. Wenn wir also fragen – „Was ist Permakultur?“ – wird die Antwort sein: Unser Weg in die Zukunft!

FAQs zur Permakultur

Warum ist Permakultur wichtig?

Permakultur ist wichtig, weil ein achtsamer Umgang mit der Natur und unseren Mitmenschen sowie ein faires Wirtschaften im Mittelpunkt stehen. So können wir unsere Ernährung sichern, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen und in weiterer Folge der Klimakrise entgegenwirken.

Wie funktioniert Permakultur?

Permakultur funktioniert als ein vielseitiges, natürliches Ökosystem, bei dem die einzelnen Elemente so angeordnet werden, dass sie einander unterstützen. Darauf kannst du achten: Biologischer Anbau, keine Pestizide verwenden, Pflanzenvielfalt und Mischkulturen fördern, Mulchen, Kompostieren und Nützlinge anlocken.

wilder Blumengarten
Bye bye Perfektion – bei der Permakultur geht’s um Mensch und Natur. Foto: © Sigrid Drage

Woher kommt der Name Permakultur?

Die Bezeichnung Permakultur ergab sich aus der Verschmelzung der Worte „permanent (agri)culture“, also „dauerhafte Landwirtschaft“ oder „beständige Kultivierung“.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Permakultur-Garten?

Bei der Permakultur liegt der Fokus auf züchterisch unveränderten, heimischen Wildpflanzen und Gemüsepflanzen sowie pflegeleichten, sich selbstaussäenden Pflanzen. Ertragreiche Gemüsesorten sind: Zucchini, Kürbis, Mangold und Kartoffeln.

Wie starte ich ein Permakultur-Projekt?

Das Um und Auf bei der Permakultur ist die Planung, um damit langlebige, produktive, vielfältige, ressourcenschonende und -anreichernde kultivierte Ökosysteme zu schaffen. Das Wichtigste dabei: Beobachten und Informationen und vorhandene Daten über das Grundstück und die natürlichen Gegebenheiten sammeln.

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